Nomen

Nomen schreibt man groß. In der Grundschule werden Nomen auch als Namenwörter bezeichnet.

Je weiter ein Nomen vom Konkreten entfernt ist, desto fehlerträchtiger wird es: Auto, Sonne, Spiel, Programm, Platz, Stelle, Wärme, Glück. Ein Wort wie Auto wird von allen eindeutig als Nomen erkannt und großgeschrieben. Das Wort Spiel bereitet jedoch bereits Schwierigkeiten. Wird ein Satz Spielkarten als das Spiel bezeichnet, so besteht über den konkreten Charakter Eindeutigkeit. Das Wort kann jedoch auch einen Vorgang bezeichnen und wird dann abstrakter.

Es ist also nicht immer möglich, eindeutig zwischen Konkreta und Abstrakta zu unterscheiden. Für die Übungsmethodik heißt das, dass der alte Merksatz vom Sehen, Anfassen, Hören und Riechen nur bedingt anwendbar ist. Er wird in den folgenden methodischen Hinweisen nicht genannt.

Konkreta

Nomen nennen die Namen von Menschen, Tieren, Pflanzen und Sachen. Nomen schreibt man groß.

Die Funktion der Namensgebung / Namensnennung wird hervorgehoben. Hierzu können Nomen nach Kriterien sortiert werden.

Vor Nomen kann man einen Artikel setzen. Nomen kann man also auch am Artikel erkennen. Zu lernen ist hier, dass man vor Nomen einen Artikel setzen kann, dass aber kein Artikel stehen muss. Auch kann zwischen Artikel und Nomen ein Adjektiv eingeschoben sein. Den Zusammenhang von Artikel und Nomen kann man durch einen Pfeil vom Artikel zum Nomen verdeutlichen.

Nomen mit speziellen Suffixen

Durch Anhängen der Suffixe -ung, -heit, -keit, -nis, -schaft, -tum an den Wortstamm entstehen Nomen. Beim Üben sollte das formale Erkennungsmerkmal Suffix hervorgehoben werden.

Abstrakta

Abstrakta sind fehlerträchtig. Ein Teil kann als Namen für Gefühle gesammelt und geübt werden. Das Erkennen der Kategorie „Namen für Gefühle“ bereitet schwachen Schülern allerdings Schwierigkeiten. Die Schüler lernen diesen Bereich eher über eine Liste mit den wichtigsten Wörtern.

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